Dach drauf beim Danakil im egapark

Die Arbeiten am Dach, an dem neuen Wüsten- und Urwaldhaus Danakil im egapark, haben mit dem ersten Stahlträger begonnen. Nachdem die Arbeiten zuerst in die Tiefe führten und die Fundamente gegründet wurden, wächst das Leuchtturmprojekt der BUGA Erfurt 2021 im egapark nun sichtbar in die Höhe. Die Wände zeichnen schon deutlich die Konturen von Wüsten- und Urwaldhaus; Wegeführungen und Höhenprofile sind zu erkennen. Nun erhält das Haus seine Krone: das imposante Primär-Stahltragwerk.

Die äußere Hülle - bestehend aus Glas und Stahl - wird von insgesamt 12 Stahlträgern gehalten. Jeder dieser 12 Stahlträger hat gewaltige Ausmaße, ist rund 40 Meter lang und ca. 22 t schwer. Sie spannen sich quer über das Gebäude. Im Vorfeld wurden die Stahlstützenfüße an der Seite des Baus montiert, auf denen die Stützen und Träger ihre Last abtragen werden.

Am 25.04.2019 war der spannende Moment: Der erste Binder wurde mit einem gewaltigen Kran auf das künftige Wüstenhaus gesetzt. Die imposante Baumaschine kann max. 750 Tonnen heben und ihren Ausleger auf über 50 Meter Höhe ausfahren. Aufgrund ihrer Ausmaße werden die Binder vor Ort montiert. Während für das Dach des Wüstenhaues fünf Binder vorgesehen sind, überspannen sieben das Urwaldhaus. Die Montage der 5 Träger im Wüstenhausbereich wird Ende der 19. Kalenderwoche beendet sein. Danach wird der Kran umgesetzt und vor dem Urwaldhaus erneut in die optimale Position gebracht. Die Arbeiten am gigantischen Primär-Stahltragwerk werden noch bis Ende Mai zu bestaunen sein. Schaulustige egapark-Besucher haben also durchaus noch über einen längeren Zeitraum die Gelegenheit, vom Podest des Schaucontainers den Arbeiten zuzusehen.

Eine bautechnisch anspruchsvolle Lösung stellt die Aufhängung des Glasdaches an den Stahl-Bindern dar. Da die gewaltige Glasfassade immer wieder Wind und natürlich dem damit verbundenen Druck standhalten muss, wird es mit dem Stahlrahmen und einer speziellen Konstruktion an den Hauptträgern beweglich angebracht. Im Extremfall kann sich die Fassade bis zu acht Zentimeter an den Gebäudekanten bewegen. Durch die Last des Daches biegen sich die 1,60 m hohen Binder noch um einige Zentimeter nach unten.