egapark ist Station der "Grand Tour der Moderne" im Bauhaus-Jahr

Einmalig in Deutschland: egapark Erfurt wird als bundesweit einzige Gartenanlage Teil Deutschlandreise anlässlich des großen Bauhaus-Jubiläums 2019

Rund 30, teils denkmalgeschützte Gebäude wurden für die Grand Tour Thüringen ausgewählt. Das Spektrum reicht von den authentischen Bauhaus-Orten und UNESCO-Welterbestätten bis zu kleinen Orten, die die Geschichte der Thüringer Moderne erzählen. Die ausgewählten Sehenswürdigkeiten werden zu einer attraktiven Reiseroute verbunden, die mit der Bahn, dem Auto oder dem Fahrrad erfahren werden kann. Die Erarbeitung einer virtuellen Grand Tour als neue Route auf der Kultur App Thuringia. My Culture. steht dabei im Zentrum

Die Grand Tour der Moderne

„Die Grand Tour der Moderne will Verständnis für die Geschichte der modernen Architektur in Deutschland und deren Bedeutung für die Gegenwart wecken. Wir wollen eine breite Öffentlichkeit weit über die üblichen Fachkreise hinaus ansprechen. Für das Jubiläumsjahr 2019 entsteht eine Sonderedition der ThüringenCard. Die BauhausCard erhält jeder Besucher des bauhausmuseums weimar automatisch als Eintrittskarte. Darüber hinaus ermöglicht sie dem Gast den Besuch in vielen weiteren Thüringer Sehenswürdigkeiten bis zum Folgetag. Das wird viele Besucher dazu motivieren, Thüringen noch intensiver zu erleben“, informiert Thüringens Tourismuschefin Bärbel Grönegres über die bereits geplanten Vorhaben.

Bequem sitzen à la Bauhaus
Expertenjury hat gewählt

Die Deutschlandreise auf den Spuren des Bauhauses macht auch im egapark Erfurt Halt. Denn die beliebte Gartenanlage in Thüringens Landeshauptstadt steht als bundesweit einziger Park auf der Liste von insgesamt 100 Orten, deren kulturhistorische Relevanz mit der „Grand Tour der Moderne“ besonders anerkannt wird. Damit erlebt der egapark Erfurt für das kommende Jahr eine ganz besondere Würdigung.
 
Die Erweiterung der geplanten Grand Tour der Moderne durch den Freistaat Thüringen liegt in der Auswahl der zusätzlichen Zielorte und deren Finanzierung in der Verantwortung der Thüringer Staatskanzlei „Wir waren anfangs überrascht und sind nun sehr glücklich, dass eine Expertenjury den egapark Erfurt für einen von 100 wichtigen bundesdeutschen Orten für die Moderne ausgewählt hat“, sagt Kathrin Weiß, die Geschäftsführerin des egapark Erfurt. „Diese Auszeichnung bietet uns eine wichtige Grundlage, das kulturtouristische Profil der Parkanlage noch weiter auszubauen und damit für die Zukunft zu stärken.“

Im Stil der 1960er Jahre: Pflanzschalen auf dem Festplatz
Die Geschichte der Moderne im egapark erleben

Der egapark Erfurt begeistert mit seiner einzigartigen Mischung aus Garten-, Erlebnis- und Kinderwelt im Ambiente der Architektur und Landschaftsgestaltung der 1960er Jahre jede Saison rund 500.000 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit der Aufnahme in die „Grand Tour der Moderne“ anlässlich des 100. Bauhaus-Jubiläums wird auch der denkmalpflegerischen Bedeutung mit den historischen Hallen, den Pavillons und der Freiflächengestaltungen eine größere Beachtung geschenkt.
 
Lob für diese Entscheidung kommt auch von Holger Reinhardt, Landeskonservator im Thüringischer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie: „Der egapark Erfurt erhält mit dieser besonderen Aufnahme eine große landschaftsgestalterische Wertschätzung, denn es gibt keine vergleichbare Gartenanlage in Deutschland, die uns heute den Zeitgeist der 1960er Jahre so lebendig veranschaulicht. Das Farbkonzept von Gartenarchitekt Reinhold Lingner und seinem Team für die iga 1961 sowie das Wechselspiel der Pflanzungen für die Gartenschau waren zu seiner Zeit einmalig und festigten den Ruf der Internationalen Gartenschau in Erfurt. Hinzu kommen das elegante Miteinander von Freiflächengestaltung und gärtnerischen Ausstattungselementen wie Pergolen, Sitzmöbeln, Pflanzschalen sowie die Einbindung von Gebäuden wie Schau- und Ausstellungshallen oder die runden Pavillons auf der Wiese. Besonders bemerkenswert ist es, dass man die Konzepte der späten 1950er bis 1970er Jahre noch heute nachvollziehen kann. Der egapark Erfurt ist damit eines der herausragenden und qualitätvollsten Gartendenkmal der Nachkriegsmoderne in Deutschland.“

Bei einem Rundgang u. a. mit Bundestagsabgeordneter Antje Tillmann, Kulturdirektor Dr. Tobias Knoblich und Vertretern der Tourismusbereiche informierte Holger Reinhardt (im Bild links), Landeskonservator im Thüringischer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, über die besondere kulturelle und denkmalpflegerische Bedeutung der einzigen Parkanlage im Tourprogramm 2019.

Die „Grand Tour der Moderne“ des Bauhaus Verbundes 2019 versteht sich als bundesweit konzipierte Route durch die Geschichte der Moderne in Deutschland. Dabei geht es nicht ausschließlich um architektonische Schauplätze, sondern auch um die Vermittlung von kulturhistorischen Bezügen und gesellschaftspolitischen Kontexten.

„Unser Beitrag an dieser Tour wird in den kommenden Wochen konkret ausgearbeitet, aber wir wollen die Möglichkeiten nutzen, den egapark Erfurt neben den gärtnerischen Attraktionen und Angeboten auch weit über das Bauhaus-Jubiläum 2019 als kulturtouristischen Raum zu verstehen. So gibt es Ideen, in Kooperation mit den Thüringer Bachwochen den egapark Erfurt als Klangraum zu beleben. Auch Angebote zur Kinder- und Jugendbildung mit umfangreichen Natur- und Kulturprojekten wollen wir verstärkt anbieten“, sagt egapark-Geschäftsführerin Kathrin Weiß.
„Diese Würdigung als einer von 100 Orten der Moderne zum Bauhaus-Jubiläum wird gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH im nächsten Jahr vermarktet. Es ist ein weiterer Meilenstein für die an Meilensteinen reiche Historie von Kulturpark Cyriaksburg, iga, ega und dem heutigen egapark Erfurt. Die Gartenanlage lebt von ihren sinnlichen Entdeckungen und verbindet auf vielfältige Weise Geschichte und Gegenwart.“