Die beste Wahl für Vielbesucher

Die Saisonkarte 2014 erhältlich.

Liebe und Tod

In vielen Kulturen spielten Rosen eine Rolle und wurden aufgrund ihres Reizes häufig in Mythen eingebunden. In Persien kamen bereits vor Jahrtausenden Rosengärten vor. In der Antike, die die Rose Aphrodite, Eros und Dionysos zugesellte, galten Rosen als Symbol der Liebe und Jugend. Das Mittelalter, in dem die Heilwirkung der Rosa gallica officinalis im Vordergrund stand, schrieb die Rose Maria zu. Mit der Rose verband man aber auch Schmerz und Tod, wurde doch die rote Farbe auf das Blut der Aphrodite zurückgeführt, die sich an dem Stachel verletzte. Germanen pflanzten sie auf Opferplätze und Grabstellen.

Vielfalt der Züchtung

Unüberschaubar scheint mittlerweile das Rosensortiment, darum hier eine kurze Einteilung. Grob unterscheidet man zwischen Wild- und Kulturrosen, wobei letztere aus Züchtungen hervorgingen. Rosenzüchtungen, die vor der Einführung der Teehybriden im Jahr 1867 entstanden, nennt man "Alte" oder "Historische Rosen", zu denen z.B. Alba-, Damascena-, Portland-, Bourbon- oder Moos-Rosen gehören. Nach 1867 spricht man von "Modernen Rosen": Teehybriden, Englische, Floribunda-, Polyantha-, Rambler-Rosen u.a., von denen wiederum zahlreiche Zwischenformen existieren.

Rittersporn

Eine beliebte Beetstaude auf sonnigem, nahrhaftem Standort ist Rittersporn, der wie keine andere Pflanze das leuchtende Blau in die Gärten bringt. Nach der ersten Blüte im Juni/Juli sollte man die Triebe auf 10-15 cm einkürzen und düngen, denn damit regt man eine Nachblühe im Herbst an.

Clematis

Zur großen Familie der Clematis gehören mit den Blättern rankende Lianen, Halbsträucher oder Stauden. Bekannt sind vor allem die großblütigen Hybriden in weißen, purpurnen und blauen Farbtönen, die sich als Begleiter von Kletterrosen und zur Begrünung von Pergolen und Rankelementen eignen. Clematis benötigen einen beschatteten Fuß.

Japanischer Blumen-Hartriegel

Aus japanischen und chinesischen Bergwäldern kommt ursprünglich dieser elegante Strauch mit den etagenförmigen Zweigpartien in unsere Gärten. Besonders zierend sind seine weißen, als "Blüten" erscheinenden Hochblätter, seine himbeerartigen Früchte, aber auch seine attraktive gelbe bis scharlachrote Herbstfärbung.

Steppenkerze

Wie der Name besagt, stammt die Steppenkerze aus den vorderasiatischen Steppengebieten und benötigt darum tiefgründige, sandige, trockene, aber nährstoffreiche Böden bei vollsonnigem Standort. Über 2 Meter hoch ragt E. robustus mit weißem Blütenstand auf, kleiner bleibt E. stenophyllus mit gelben Blüten - ein echter Hingucker.

Wolfsmilch

Der Name Wolfsmilch leitet sich von dem "beißenden" Milchsaft der Pflanzen ab. Zu den ungewöhnlich vielgestaltigen Euphorbien gehören krautige Pflanzen, Sträucher und Bäume, oft mit sukkulenten Merkmalen. Sie sind wegen ihrer gelben bis roten Blüten und des strukturgebenden Laubes beliebt.

Lilien

Von den in Europa heimischen, zu den Zwiebelpflanzen zählenden Lilien kommen Madonnen-Lilie (L. candidum), Türkenbund (L. martagon) und Feuer-Lilie (L. bulbiferum) auch in unseren Gärten vor. Die Madonnen-Lilie gilt als Symbol von Reinheit und Schönheit, aber auch des Todes. Der Türkenbund erinnert mit seinen Blütenblättern an einen Turban.

Taglilie

Mit immer wieder neuen Züchtungen überraschen amerikanische Taglilienzüchter, was zu einer regelrechten Sammlerwut bei den Liebhabern dieser schönen Staude geführt hat. Taglilien gelten als pflegeleicht sofern sie eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung erhalten.